Private Energieversorgung im Wandel

Die Zukunft beginnt jetzt

Private Energieversorgung im Wandel

Energiegewinnung mit Photovoltaik

Leben und Mobilität verschmelzen zu einer energetischen Einheit.

Der Umgang mit Energie ist in einem grundsätzlichen Wandel begriffen. Auf dem Weg zur Energiewende 2050 wird es immer mehr Elektrofahrzeuge geben und zunehmend neue Alternativen der Energiegewinnung (Photovoltaik). Auch die Anzahl an Möglichkeiten zur Speicherung dieser Energien wird stetig steigen. Ein privater Haushalt wird in Zukunft nicht mehr nur Energie-Verbraucher sein, sondern auch Energie-Erzeuger und Energie-Speicher.

Strom erzeugen

Das System der häuslichen Energieversorgung

2050, wenn die Energiewende vollzogen sein soll, werden auf den meisten Dächern Photovoltaikanlagen installiert sein. Somit werden immer mehr Haushalte nicht nur Stromverbraucher, sondern auch Stromerzeuger sein.

Das System der häuslichen Energieversorgung

Strom verkaufen

Das System der häuslichen Energieversorgung

Wer neben Photovoltaik noch ein Windkraftrad auf seinem privaten Grund installiert, kann heute schon Strom in größerem Umfang ins ö­ffentliche Netz einspeisen. Mit fortschreitender technischer Entwicklung werden sich zukünftig weitere Möglichkeiten ergeben.

 

System der häuslichen Energieversorgung

Strom speichern

Das System der häuslichen Energieversorgung

Forschung und Entwicklung arbeiten an immer besseren Möglichkeiten, selbst erzeugte Energien auch zu speichern. Riesige Wassertanks oder leistungsstarke Akkus sind heute schon denkbar. 

Energiespeicher
Vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger

Vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger

Den privaten Haushalten kommt auf dem Weg zur Energiewende 2050 eine entscheidende Rolle zu. In rund 30 Jahren, wenn praktisch der ganze Energiebedarf Deutschlands aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, setzen Politiker und Visionäre verstärkt auch auf dezentrale Energie-Erzeugung. Das heißt für den privaten Bereich: Solarenergie und Windkraftanlagen. Jede im häuslichen Umfeld erzeugte Kilowattstunde entlastet die öffentlichen Netze und erspart so manche Großanlage.

Zukunftsthema Stromausfall

Die fortschreitende Elektromobilität bringt das private und öffentliche Netz an seine Grenzen. Werden zu viele Elektroautos und Hybridfahrzeuge gleichzeitig geladen, droht im schlimmsten Fall ein sogenannter Blackout. Privat erzeugte Energien gelten daher als Hoffnungsträger. Denn alles, was vor Ort produziert wird, muss nicht durchs öffentliche Netz. Die größte Entlastung erwartet man aber vom zeitversetzten, intelligenten Laden. Im Idealfall sollte es zudem eine Wächterposition geben, die alles im Blick hat und Grenzen setzt.

Intelligentes Haus-Energie-Management

Interview mit Ulrich Reiner, Manager E-Mobility & Energy bei der Hager Group.

5 Fragen 

Wie die Energiewende die private Energieversorgung verändern wird.

Windkraftanlagen, Solarzellen, E-Mobilitä. Unsere Energielandschaft ist im Umbruch. Was bedeutet die Energiewende für den privaten Verbrauch? Was wird sich verändern an der Energieverteilung in den eigenen vier Wänden?

Herr Reiner, noch merken wir Privatverbraucher wenig von der Energiewende. Der Strom kommt nach wie vor aus der Steckdose. Bleibt das so?

U.R.: Definitiv ja! Die spannende Frage ist: Wie kommt der Strom in die Steckdose? Und da wird sich auch im privaten Haushalt eine ganze Menge ändern. Unser Energiebedarf steigt stetig. Nehmen Sie nur die Elektromobilität. Wer auf Elektro-Antrieb umsteigt, verdoppelt seinen Strombedarf im Haushalt auf einen Schlag. Dann lohnt es sich schon, darüber nachzudenken, wo man Energie günstiger bekommen kann. Oder ob sich eine Photovoltaikanlage rechnet. Und schon ist man weg vom reinen Verbraucher und wird selbst zum Energieerzeuger. Die Energieversorgung wandelt sich vom zentralen, starren Modell zu einem dezentralen, flexiblen System. 

Vom starren Energiemodell zum flexiblen System. Wie kann man das verstehen?

U.R.:  Herkömmlich gab es Energieerzeuger und Energieverbraucher. In einem Haushalt, der auch selbst Energie produziert und verkauft, sind die Energieströme schon viel komplexer. Noch interessanter wird es, wenn man die selbst erzeugte Energie auch selbst speichern kann und nicht mehr – zu manchmal ungünstigen Konditionen – ins öffentliche Netz einspeisen muss. Es entsteht ein System von kaufen und verkaufen, speichern, verbrauchen und dazukaufen. Und das bietet eine Fülle von Möglichkeiten. 

Das klingt im ersten Moment so, als würde uns das häusliche Energiemanagement in Zukunft sehr beschäftigen?

U.R.: Ganz so ist es nicht, denn Sie können nicht alle Energieströme Ihres Hauses selbst im Auge behalten. Das ist illusorisch. Deshalb arbeiten wir bei Hager zurzeit an einem Steuerelement, das diese Aufgabe übernimmt: flow. Das intelligente Haus Energie Management. Es wird in die Technikzentrale eingebaut. Auf Ihrem Smartphone oder Tablet können Sie in Echtzeit sehen, was Ihre Photovoltaikanlage gerade produziert und wieviel Strom Ihr Haus verbraucht. flow arbeitet intelligent. Nicht nur die Energieströme werden optimal ausgesteuert, sondern auch Prognosedaten, zum Beispiel die Wettervorhersage, in die Steuerung mit einbezogen. 

Ein generelles Problem ist ja, dass erneurebare Energien nicht unbedingt dann zur Verfügung stehen, wenn wir sie benötigen. Welchen Einfluss hat das auf unseren Verbrauch?

U.R.: In der Tat ist das eine der zentralen Fragen. Und es spielt auch keine Rolle, ob der Strom im Offshore-Windpark erzeugt wird oder auf dem eigenen Dach. Erneuerbare Energien sind fluktuierend. Sie stehen nicht permanent zur Verfügung. Das ist so. Also brauchen wir elektrische Verbraucher, die flexibel genug sind, das abzufangen. 

Wie flexibel werden wir unser Verhalten der Verfügbarkeit von Energie anpassen müssen?

U.R.: Unser Verhalten können wir nicht großartig ändern. Wir werden auch künftig den Toaster bedienen, wenn wir frühstücken und nicht, wenn die Solaranlage Strom produziert. In Teilen flexibel ist vielleicht noch die Waschmaschine. Sie könnte eventuell auch nachts laufen, im Keller. Aber schauen wir auf das E-Mobil. Es ist neben der Wärmepumpe mit Abstand der größte Verbraucher eines Haushalts. E-Mobilität und Wärmepumpe verbrauchen zusammen je nach Szenario bereits 70% der gesamten Haushaltsenergie. Wird mehr Strom produziert als verbraucht, dann kann er künftig mit flow zum Beispiel in die Fahrzeugbatterie gelenkt und später zum Fahren verwendet werden. Und das kann eine ganze Menge sein. Heute schon gibt es Fahrzeugbatterien, die theoretisch mehr Energie speichern können, als eine vierköpfige Familie in der Woche verbraucht. 

Auf dem Weg zur Energiewende ist neben der Kostensenkung natürlich auch der ökologische Aspekt ein wesentlicher: Intelligent gemanagt reichen schon 25m² Photovoltaik auf dem Dach, um 14.000 km im Jahr elektrisch zurückzulegen. Sie fahren praktisch kostenlos und CO2-neutral.

Wir haben die Herausforderung angenommen

Auf uns, als eines der innovativsten Unternehmen im Bereich der Gebäudesteuerung und Marktführer in der Gebäudetechnik und Energieverteilung, kommt in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Verantwortung zu. Dessen sind wir uns bewusst. Unsere Ingenieure beschäftigen sich intensiv mit den Herausforderungen und den Möglichkeiten, die die derzeitigen Entwicklungen mit sich bringen.

innovativsten Unternehmen im Bereich der Gebäudesteuerung